In der Schweiz hat die Zeitschrift "Der Beobachter" in den 1980-er Jahren eine Initiative für ein Opferentschädigungsgesetz eingereicht. Im Jahre 1984 stimmten 84 % der Stimmenden dem neuen Verfassungsartikel zu. Im Jahre 1991 wurde das Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
(Opferhilfegesetz, OHG) von den eidgenössischen Räten verabschiedet. Es ist
seit dem 1. Januar 1993 in Kraft. Am 1. Januar 2009 ist das revidierte Opferhilfegesetz in Kraft getreten.
Die bisherigen Erfahrungen mit dem Schweizer Opferhilfegesetz zeigen, dass das Gesetz einem grossen Bedürfnis entspricht. Es hilft den betroffenen Personen, die Folgen der Gewalttaten besser zu bewältigen, stärkt ihre Stellung im Strafverfahren und ermöglicht unter gewissen Bedingungen finanzielle Unterstützung.
Mai 2026
Seit Mai 2026 ist die Opferhilfe in der ganzen Schweiz über die Kurznummer 142 erreichbar. Fachpersonen bieten rund um die Uhr kostenlose, vertrauliche und Beratung für Menschen, die physische, psychische oder sexualisierte Gewalt erlebt haben, sowie für ihre Angehörigen. Sie vermitteln bei Bedarf an die zuständigen Stellen
(z.B. an eine kantonale Opferberatungsstelle oder an eine andere Fachstelle).
Wichtig: 142 ist keine Notrufnummer. Bei akuter Gefahr wenden Sie sich an die Polizei 117 oder den Rettungsdienst 144.
Mai 2026
Im Geschäftsjahr 2025 wurden in der Beratungsstelle in Bern 1'963 und in Biel 524 Personen beraten.
Interessierte, Fachpersonen, Studierende und Lernende sind eingeladen, sich über opferhilferelevante Themen zu informieren und Fragen zu stellen.
mehr lesen…
Interessierte, Fachpersonen, Studierende und Lernende sind eingeladen, sich über opferhilferelevante Themen zu informieren und Fragen zu stellen.